Leading People in a Digital World: Max Lammer über Employee Experience

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Wie man Personen im digitalen Zeitalter führt? Als “Employee Experience”-Experte weiß Max Lammer (LinkedIn) genau, worauf Unternehmen achten müssen. Im folgenden Interview spricht er über seinen Job als EX-Designer, notwendige Skills sowie aktuelle Trends und Herausforderungen.

Am 6. und 7. Juni 2019 teilt er gemeinsam mit Martin Giesswein sein Wissen in der zweitägigen Masterclass “Leading in a Digital World” – alle Infos dazu gibt es HIER.

 

1. Wie lautet deine Jobbezeichnung?

Ich bin EX Designer und seit vielen Jahren Solopreneur im Bereich Innovation, Digital Journey & Startup Ecosystem.

Meine Erfahrung basiert auf meinen verschiedenen Projekten, wie z.B. als Mitbegründer von Talent Garden Vienna, als Erfinder und Koordinator von Innovation 2 Company (Startup Challenge), als Startup Supporter / Mentor und als Coach / Trainer in den Bereichen Digital Journey, Leadership und Innovation. Ich habe eine Leidenschaft für das Entwerfen von #EmployeeExperience – weil ich denke, fühle und sehe, dass dies einer der wichtigsten Faktoren für den zukünftigen Erfolg von Unternehmen ist.

Außerdem schreibe ich über all diese spannenden Themen auf meinem Blog.


2. Beschreibe deinen Job:

Als Solopreneur und EX Designer unterstütze ich Organisationen eine einzigartige und verbesserte Employee Experience – also das Erlebnis im Job – zu kreieren und zu designen.

Emyployee Experience (EX) ist und wird immer wichtiger für alle Unternehmen, egal welche Größe, denn eine gut implementierte und gelebte EX bringt viele Vorteile mit sich. So kann einerseits (gutes) Personal gehalten werden, andererseits macht man sich als Arbeitgeber attraktiver für Talents und Professionals am Markt. Und – ganz wichtig – eine gute EX ist auch die Grundlage für eine noch bessere User & Customer Experience, denn nur wenn die eigenen Mitarbeiter hinter dem Unternehmen stehen, können sie bessere und schönere Produkte und Services designen, gestalten, entwickeln und umsetzen.

Außerdem darf ich bei der Gestaltung und Optimierung von Innovationsprozessen und Digitals Journeys mithelfen.


3. Wie bist du zu diesem Job gekommen?

Ich habe eigentlich Jus studiert, komme also eher aus einer anderen Richtung. Nach dem Studium war ich mehrere Jahre in der damals größten PR-Agentur Österreich “Plean Publico” als Consultant tätig.

Im Jahr 2012 habe ich mich selbstständig gemacht und ab da haben mich Themen wie Startups, Digitalisierung und Innovation massiv beeinflusst. Mit vielen verschiedenen Projekten und laufender Praxis hat sich der Schwerpunkt in den letzten beiden Jahren “ergeben” und das ist gut so, denn so darf ich mich tagtäglich in einem innovativen, kreativen und beeindrucken Netzwerk aufhalten.


4. Welche sind die Top Hard Skills, die jemand in deiner Branche haben sollte?

Für mich spielen folgende Hard Skills eine wichtige Rolle: Persönliche Erfahrungen, denn die gibt einerseits innere Sicherheit für Entscheidungen, strahlt aber auch Expertise nach außen aus. Methodenwissen, um immer am Puls der Zeit zu bleiben. Außerdem muss eine gewisse Bereitschaft zu “Re-Invent yourself” herrschen, denn wir bewegen uns hier in einem sehr schnelllebigen Umfeld. Und, ebenfalls sehr wichtig: Man muss wissen, was man nicht möchte.


5. Welche sind die Top Soft Skills, die jemand in deiner Branche haben sollte?

Neben den Hard Skills, benötigt man natürlich auch Soft Skills: Meiner Meinung nach muss man auf jeden Fall Empathie besitzen, denn sobald man viel mit Menschen zu tun hat, muss man diese auch verstehen und ihnen nachempfinden können. Außerdem ist auch Kreativität wichtig, um “out of the box” zu denken. Auch Offenheit spielt eine essentielle Rolle, damit man aufgeschlossen gegenüber Neuem ist. Weiters sollte man auch ein gewisses Maß an Konsequenz an den Tag legen, um erfolgreich zu sein, aber gleichzeitig auch flexibel sein, denn besonders im Startup Business ist jeder Tag anders.


6. Wenn du ein neues Projekt startest, welche Schritte unternimmst du?

Das hängt immer vom Inhalt und vom Ziel des Projektes ab. Bei Employee Experience Design ist es mir besonders wichtig, dass ich die Organisation als Gesamtes sowie die Verantwortlichen, mit denen ich zusammenarbeiten werde, möglichst gut kennenlerne, um mir ein klares Bild machen zu können. Nur so ist es mir möglich ein Design zu entwickeln, das dann auch tatsächlich etwas bewirkt, denn jede Organisation ist anders und ein “one size fits all” gibt es hier nicht.


7.
Wie hältst du dich über die neuesten Trends auf dem Laufenden?

Um Organisationen mit gutem Gewissen und Expertise beraten zu können, muss ich natürlich informiert bleiben. Da die Branche, wie oben bereits erwähnt, sehr schnelllebig und wandelbar ist, informiere ich mich auf diversen Kanälen – online und offline!

So landen täglich mehrere Newsletter zu unterschiedlichen Themen von unterschiedlichen Absendern bei mir im Postfach. Außerdem lege ich großen Wert auf persönliche Gespräche, denn daraus erfährt man immer mehr als via Mail & Co, und lese gerne die neuesten Bücher. Ich bin auch ein großer Fan von Podcasts, da es ein super Format ist um zu einem bestimmten Thema geballte, aber dennoch verständliche Informationen zu sammeln. Und auf Social Media folge ich vielen spannenden Persönlichkeiten, denn auch hier kann man immer wieder die ein oder andere Inspirationsquelle entdecken.


8. Welcher Trend des Jahres 2019 wird deiner Meinung nach die Zukunft der Wirtschaft verändern?

Ich hoffe wirklich sehr, dass es ein tieferes Verständnis für das aktuelle Trendthema “Employee Experience” gibt. Es ist ein relevantes Thema für jedes Unternehmen, ganz gleich wie viele Mitarbeiter die Organisation zählt. Eine gute Employee Experience hat nicht nur interne Vorteile, sondern auch externe (siehe oben).

Abgesehen davon ist es aufgrund des Hypes sicher auch “Künstliche Intelligenz” – und alles was dazu gehört.


9. Welche sind deine zukünftigen beruflichen Herausforderungen?

Die Vermittlung von Employee Experience als ganzheitlichen Ansatz und das Erzeugen von Verständnis, wie wichtig es ist, wie Menschen ihren Job erleben, damit sie motiviert, engagiert, innovativ und kreativ für das Unternehmen tätig sein wollen.