Coding für Mädchen: Frauen inspirieren, das Programmieren zu erlernen

Frauen sind in technischen Bereichen und MINT-Fächern traditionsbedingt weniger vertreten.

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Die erste und wichtigste Ursache liegt in kulturellen Normen, in denen sich Frauen seit ihrer Kindheit befinden. Mädchen werden nicht dazu ermutigt, sich für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik  zu engagieren. Ohne irgendeine Einführung in diese Bereiche empfinden Mädchen sich selbst als desinteressiert, als nicht gut genug für diese Schulfächer und verlieren folglich das Interesse an ihnen. Das führt zur Kluft zwischen den Geschlechtern, die den Frauen viele interessante Chancen nimmt und sie um ihren wertvollen Beitrag in privaten und öffentlichen Unternehmen bringt. Offensichtlich beginnt diese Entfremdung bereits in den ersten Schuljahren der Grundschule. Deshalb ist es entscheidend, im jungen Alter zu handeln und neue Wege zu finden, die junge Mädchen an MINT-Fächer und ans Programmieren heranführen.

 

Digitale Kluft zwischen den Geschlechtern

 

Laut einer Umfrage der Europäischen Kommission “ 2nd Survey of Schools: ICT in Education” beschäftigen sich 79% der Schüler der Sekundärschulen und davon 4 von 5 Mädchen nie oder fast nie mit Kodieren oder Programmieren im Unterricht. Die Situation verschlechtert sich noch am Ende der akademischen Bildung, wo nur 24 von 1000 Frauen ein Studium in ICT-verwandten Fächern absolvieren. Aus diesem Grund fördert die Europäische Kommission viele Initiativen, um Frauen zu ermutigen, sich im digitalen Sektor und im Besonderen im Coding zu engagieren.

 

Im Jahre 2019 haben 26 Vertreter die “Women in Digital Declaration” unterschrieben, in der sie sich verpflichten, verschiedene Initiativen zu unternehmen, um dieser digitalen Kluft zwischen den Geschlechtern ein Ende zu setzen. Die erste Herausforderung war, das Bild der Frauen von sich selbst und den digitalen Fähigkeiten  zu verändern und dass diese Veränderung in den Schulen beginnen muss.

 

Es ist notwendig, auf drei Ebenen zu handeln:

 

  1. Lehrer und ihre Einstellung zu MINT-Fächern,
  2. Eltern, die sich bemühen, diese Fähigkeiten und Bildung zu fördern,
  3. andere Bildungseinrichtungen oder Unternehmen, die erstklassige Lernmaterialen und andere Mittel entwickeln.

 

 

Ein exzellentes Beispiel zur Einführung ins Coding für Kinder ist code.org mit seinen vielen hervorragenden Ressourcen. Die Webseite ist nicht speziell für Mädchen konzipiert, aber es werden hier starke Frauen aus der digitalen und technologischen Welt präsentiert, sodass den Mädchen ein positives Bild von Frauen in der Tech-Branche vermittelt wird.

 

Coding ist cool: Lasst es alle wissen!

 

Die Wahrheit ist: Coding ist cool! Und so muss es von Mädchen auch wahrgenommen werden, wenn wir wollen, dass sie sich für Technik und Informatik interessieren. Viele Organisationen widmen sich der Förderung eines besseren Images der technischen und digitalen Welt und einer wahren Solidarität unter den Mädchen, die sich in diesem Bereich engagieren. Es lohnt sich, einen Blick auf die Organisation Girls who code zu werfen, die sich dafür einsetzt, das Bild des stereotypischen Programmierers zu verändern. Hier findet man verschiedene kostenlose Programme und Unterrichtsstunden zum Programmieren, die sich an Mädchen und Frauen richten, die im technischen Sektor tätig sind. Auch Girlstart, projectCSGIRLS und TECHNOVATIONgirls verfolgen die gleichen Ziele.

 

Es ist wichtig, dass Mädchen Coding (und MINT-Fächer im Allgemeinen) nicht als entmutigend und zu schwer wahrnehmen,  sich nicht allein fühlen, weil sie keine gleichgesinnten Mädchen finden, sondern als etwas Faszinierendes, was eine positive Auswirkung sowohl auf ihr persönliches Leben als auch auf die Gesellschaft, in der sie leben, haben könnte. 

 

Wenn Mädchen erwachsen werden…<h2/>

 

Wenn wir einen Blick von den jungen Mädchen auf die Frauen werfen, wird die Situation nicht besser. Nur 26% der Frauen arbeiten in technischen Berufen. 48% der Frauen in technischen und  Informatikberufen berichten von Diskriminierung während des Bewerbungs- und Einstellungsprozesses und von einer subtilen, aber weit verbreiteten sog. “Bro Culture”.

 

All das sollte Frauen aber nicht entmutigen, eine Karriere im technischen oder digitalen Bereich zu verfolgen. Auch wenn sie sich nicht von Anfang an in diesen Berufen qualifizieren und ein Studium in einem anderen Fach absolvieren, gibt es heute eine große Auswahl an Möglichkeiten, um die fehlenden Kompetenzen zu erwerben. Einige Kurse wie zum Beispiel “CodeMaster Bootcamp” von Talent Garden bieten Frauen, die sich einschreiben, auch einen “Pink Brain”- Sonderrabatt!

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