Kodieren für Kinder: Weshalb es eine gute Idee ist

Computer, Smartphones, Tablets, Smart TV… fast jeder Gegenstand, den wir heute benutzen, basiert auf irgendeiner Form von Kodierung. Von den auf unseren Telefonen installierten Apps bis zur Waschmaschine, ein Code ist das Herzstück aller Dinge, die wir zur Unterhaltung nutzen oder die unser Leben einfacher machen. 

 

Heutzutage wachsen Kinder damit auf, dass sie alle möglichen technischen Geräte benutzen. Aber selbst wenn sie mit der Anwendung perfekt vertraut sind, so ist es doch ungewöhnlich, dass sie wissen, wie diese Geräte funktionieren und noch ungewöhnlicher ist es, dass sie sie selbst programmieren können. Und das ist schade, denn Kodieren, selbst wenn man nicht seinen Lebensunterhalt damit verdient, gibt einem so viel mehr als eine reine Technik, genau wie die Mathematik.

Kodieren lernen heißt auch Logik lernen und eine Art zu denken, die beim Lösen von Problemen hilfreich ist, auch wenn es nicht um Programmierung geht. Denn um ein wirksames Programm zu schreiben, muss man die Grundlagen der Algorithmen beherrschen, man muss lernen, sein Problem in viele kleine Unterprobleme herunterzubrechen, schlechte Loops zu vermeiden, Sackgassen ebenso wie zu viele verschiedene Lösungen… mit anderen Worten, es ist ein großartiger Weg, um seine Denkweise zu klären. 

Kodieren und Kinder: eine tolle Kombination

Also warum sollte man seinen Kindern das Kodieren beibringen? Der erste Grund ist, dass je jünger man Kodieren lernt, desto schneller lernt man es, da in sehr jungen Jahren das Gehirn sehr aufnahmefähig ist und neue Informationen quasi aufsaugt. Sie werden sich außerdem daran gewöhnen, mit Programmen und Programmiersprachen umzugehen und werden mit rechnerbasierten Denkweisen vertraut. Auf lange Sicht könnten sie diese “Leidenschaft” oder dieses “Wissen” in einen Beruf umwandeln oder sie haben einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Menschen ihres Alters, die nicht Kodieren gelernt haben. 

Der zweite Grund, weshalb Kinder das Kodieren lernen sollten, ist, dass dies der beste Weg ist, sie daran zu gewöhnen wie Computer (und Smartphones, Tablets, W-LAN und alles andere) funktionieren. Und dies ist auch wichtig, um ein guter Technologienutzer zu werden. 

Als dritter Grund spricht dafür, dass Programmieren für Kinder eine fantastische Gymnastik fürs Gehirn ist. Es ist ein großartiges Training, bei dem man eine fremde Sprache und ihre Regeln lernen muss; man lernt, Probleme mit einer eingeschränkten Zahl an Hilfsmitteln zu lösen und ganz allgemein neue Dinge, während man einem Problem gegenüber gestellt ist, von dem man nicht weiß, wie man es angehen soll.

Der letzte Grund ist, dass es Spaß macht! Kinder können Kodieren lernen während sie ihre Lieblingsspiele spielen und programmieren (z.B. Minecraft), sie können eine Lösung ausprobieren und das Ergebnis sofort sehen und notfalls sofort wieder etwas anderes probieren, falls der erste Versuch nicht erfolgreich war. Es ist eine kreative Tätigkeit, bei der man nur mit Hilfe seines Wissens und seiner Intelligenz etwas “erbaut”, das wirklich funktioniert.

Die besten Programmiersprachen für Kinder

Wenn man dann zu der Überzeugung gelangt ist, dass Kodieren für Kinder Spaß macht (und für ihre Zukunft wichtig ist), muss man sich fragen, welche Programmiersprache für sie die geeignetste ist. Also, wenn es um sehr kleine Kinder geht, könnte Scratch die beste Option sein. Diese visuelle Sprache wurde vor einigen Jahren vom MIT entwickelt mit dem präzisen Ziel, Kindern die ersten Schritte in die Programmierwelt zu ermöglichen.

Wenn die Kinder etwas älter sind, könnte man Python ausprobieren; eine einfach zu lernende Programmiersprache (sie hat keine komplizierte Syntax oder Regeln), die leistungsfähig und sehr vielseitig ist.

Eine weitere Option, die man in Betracht ziehen kann, ist Swift, eine Sprache, die für IOS entwickelt worden ist. Es ist eine relativ neue Sprache und wie für Apple typisch ist sie sehr einfach gehalten und anwenderfreundlich. Außerdem gibt es viele Gratistutorials und Hilfsmittel, die speziell für Kinder entwickelt worden sind.

Kodieren lernen durch Spiele

Wir reden von Kindern, da ist klar, dass sie vor allem Spaß haben wollen. Welch besserer Weg also, als ihnen Kodieren durch Spiele beizubringen?

Es gibt einige Plattformen wie Code.org oder CodeMonkey, die Spiele für diesen Zweck benutzen. Sie verwenden berühmte Spiele wie Minecraft oder auch einfache “hausgemachte” Arcade-Spiele, um Kindern die wesentlichen Grundlagen des Programmierens begreifbar zu machen, wie z.B. Zyklen, Instruktionen, Input, Output usw. Aber sie ermutigen Kinder auch, ihre eigenen Spiele oder Apps zu konstruieren auf Grundlage der Kenntnisse, die sie auf diese Weise erlernt haben.

Aber man kann noch mehr tun. Zum Beispiel kann man ihnen mit Minecraft beibringen, wie man Mods schreibt oder wie man Welten erbaut, mit denen andere Menschen interagieren können. Da draußen gibt es einige fantastische Quellen.

 

 

Lego Mindstorms (das auch eine Lehrversion hat) ist ein weiteres gutes Beispiel; mit ihm können Kinder einen echten Roboter bauen und programmieren! Auch die Roblox Plattform ist ein prima Ausgangspunkt, um Programmieren zu lernen, denn für Kinder ist die Entwicklung ihres ersten Roblox-Spiels eine echte Errungenschaft.

Mit anderen Worten, wenn Kinder Hingabe und Leidenschaft zeigen, ist die einzige Frage, wie man für sie das richtige Tool und die richtige Plattform auswählt. Aber sie auf diesem Weg zu begleiten, ist ein großartiges Geschenk für ihre Zukunft. Viele Unternehmen suchen qualifizierte Programmierer und Computerwissenschaftler. Und was man heute seinen Kindern beibringt, könnte der Anfang einer zukünftigen brillanten Karriere sein.

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