Growth Mindset vs Fixed Mindset: Wie zwischen beiden unterscheiden?

Unser Denkprozess nimmt eine erstaunlich große Rolle in dem ein, was wir glauben und wie wir denken. Unsere Meinungen über uns und unsere Fähigkeiten entscheiden, wie wir uns verhalten und unser Leben führen. Was wir annehmen wird das, was wir erreichen. Sei es bewusst oder unbewusst, die Art, auf die man seine Lebenserfahrungen interpretiert, kann die Grenzen dessen bestimmen, was man im Leben erreichen kann. 

In der Erkenntnis, dass man sich verbessern und seine gesetzten Ziele erreichen kann, indem man seine Enttäuschungen und Misserfolge als Möglichkeiten für Wachstum ansieht, liegt viel Wert und Kraft. Es geht darum, in harten Zeiten mit unerwartetem Ausgang stark zu sein. Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf, wie bewegt man sich weg von den einschränkenden Fähigkeiten und Gedanken und hin zur Entdeckung neuer Wachstumsmöglichkeiten? Wie kann man sich auf einen Weg konzentrieren, der zu Lernprozessen und Wachstum führt? 

Bevor man sich mit diesen Fragen auseinandersetzt oder Ideen entwickelt, ist es wichtig, zwei wesentliche Arten von Mindsets zu verstehen – Growth Mindset und Fixed Mindset.

 

 

Was ist ein Growth Mindset?

 

 

Das Growth Mindset sieht Einsicht und Können als Eigenschaften an, die im Laufe der Zeit entwickelt werden können. Dies bedeutet einfach, dass Menschen mit einem Growth Mindset die Tatsache akzeptieren, dass es einige Variablen gibt, die beeinflussen, was zu erreichen man in der Lage ist. Ein Growth Mindset besagt im Wesentlichen, dass Individuen ihre gegebene Intelligenz annehmen und Fähigkeiten durch Übung und unnachgiebige Anstrengung verbessern können. 

Zusätzlich unterstellt das Growth Mindset, dass Schwierigkeiten ein wichtiger Teil des Lernprozesses sind und sie es Menschen möglich machen, durch eine Vergrößerung ihrer motivatonalen Stärke ‘zurück zu kommen’. Diese Art Mindset hält “Unzulänglichkeiten” für vorübergehend und veränderbar und somit ist ein Growth Mindset unabdingbar für Lernen, Inspiration, Wandlungsfähigkeit und beständige Leistung.

 

 

Was ist ein Fixed Mindset?

Menschen mit Fixed Mindset gehen davon aus, dass Merkmale wie Fähigkeiten und Intelligenz feststehen. Das heißt, sie gehen davon aus, dass sie mit einem gewissen Grad an Kenntnissen und natürlichen Talenten auf die Welt kommen, die sie dann als Erwachsene entdecken und nutzen.  

Eine Person mit einem Fixed Mindset vermeidet gewöhnlich sein Leben lang Herausforderungen, gibt sofort auf und erschrickt oder wird unsicher, wenn er die Leistungen anderer sieht. Dies passiert zum Teil deshalb, weil ein Fixed Mindset Kenntnisse nicht als eine Kompetenz ansieht, die man im Laufe der Zeit entwickelt – sondern als etwas, das man “von Natur aus” ist. 

Ein Fixed Mindset kann Selbstzweifel und Negativdenken befördern. Wenn zum Beispiel jemand mit einem Fixed Mindset an einer bestimmten Aufgabe scheitert, wird er dann zu glauben beginnen, dies sei nur geschehen, weil er nicht für diesen Job gemacht sei. Eine Person mit einem Growth Mindset hingegen, die an einer ähnlichen Aufgabe scheitert, wird denken, dass dieses Scheitern ein Sprungbrett ist und dass sie nur mehr Zeit zum Üben aufwenden muss.

 

 

Tipps, wie man ein Growth Mindset entwickelt, um im Leben erfolgreich zu sein

 

 

Experten in Neurowissenschaften haben herausgefunden, dass es möglich ist, ein Growth Mindset dadurch zu entwickeln, indem man Menschen zeigt, wie flexibel ein Gehirn in Wirklichkeit funktioniert und sich durch konstantes Üben und Lernen verbessert. Hier folgen einige Wege, die man ausprobieren kann, um ein Growth Mindset durch wenige Übungen zu entwickeln.

 

 

Seine Schwächen erkennen und annehmen 

Vielleicht gehört man zu den Menschen, die eher faul sind und alles so lange es geht aufschieben. In diesem Fall bietet sich die Strategie an, sich selbst kleinere Zwischenziele zu setzten und einen angemessenen Zeitrahmen, um diese zu erreichen. Einer der am wenigsten herausfordernden Ansätze, seine Schwächen zu überwinden ist, sich selbst gegenüber seine Grenzen ehrlich einzugestehen und sie dann direkt anzugehen.

 

 

Wissen, dass man sich verbessern kann 

Eine der wirksamsten Strategien, um die Entstehung eines Growth Mindset zu fördern, ist das Verständnis darüber erlangen, wie sehr unsere Gehirne auf Entwicklung und Lernen ausgerichtet sind. Das Ausprobieren neuer Erfahrungen gestaltet oder verfestigt neuronale Verbindungen, was einen Menschen intelligenter machen kann.  

 

 

Schwierigkeiten als Sprungbrett ansehen 

Man wird permanent vor schwierige Entscheidungen gestellt, etwa ob man einen neuen Job annehmen oder einen weiteren Kurs belegen soll. Das Annehmen dieser Schwierigkeiten spielt bei der Entwicklung eines Growth Mindset eine große Rolle. Je mehr man sich selbst herausfordert, desto mehr Möglichkeiten erhält man, sich selbst kennenzulernen. Neue Probleme entsprechen neue Chancen, im Leben und bei Entscheidungen flexibel zu sein.

Eine neue Herausforderung anzunehmen mag Angst einflößen, da das Risiko des Scheiterns besteht. Dies kann einen dazu verleiten, Stresssituationen zu vermeiden und auf dem alten Weg zu bleiben, immer mit denselben Ausreden, die uns ein Leben lang in unserer Komfortzone gefangen halten. Aber wenn diese Kette erst einmal durchbrochen ist, hat man den schwersten Teil zur Entwicklung eines Growth Mindset bereits hinter sich gebracht.

 

 

Seine Anstrengungen während des Prozesses belohnen

Obgleich die Gesellschaft oft die Menschen belohnt, die großartige Ergebnisse erzielen, kann dies einem Growth Mindset abträglich sein. Wenn man alles zusammen nimmt, sollte man damit anfangen, den Entwicklungsprozess und die eingebrachten Anstrengungen zu belohnen. Einige Studien haben bewiesen, dass eine Belohnung der Anstrengungen während eines Vorgangs – statt nur der Resultate am Ende – zu einer Verbesserung der Gesamtleistung führt. 

 

 

Konstantes Feedback erhalten

Während seines Fortschritts sollte man versuchen, ein konstantes Feedback zu erhalten. Konstruktive Kritik oder fortschreitendes Feedback zur geleisteten Arbeit oder zu dem, was man noch verbessern kann, erzeugt die Motivation zum Weitermachen. Außerdem ist konstantes Feedback mit einer angenehmen Dopaminausschüttung verbunden und verbessert das Growth Mindset.

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