Wie man einen Fahrplan zur digitalen Umwandlung erstellt

Wenn man etwas innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation verändern will, kann man einen Ablauf verändern, die Zusammensetzung eines Teams, die technische Ausrüstung oder vieles andere. Spricht man jedoch von “Umwandlung”, so hat man es mit einer radikaleren Form der Veränderung zu tun, mit etwas, das alle Aspekte eines Unternehmens umfasst und das in etwas Neuem mündet, in etwa so, wie aus einer Raupe ein Schmetterling wird.

 

 

Das gesamte Geschäftsmodell wird neu gestaltet, die Abläufe umstrukturiert, die Mitarbeiter umgeschult, die Unternehmenskultur verändert und das Kundenerlebnis, so die Hoffnung, verbessert. Und dies alles wird durch die Übernahme digitaler Technologien erreicht. “Digitale Umwandlung” ist ein tiefgehender und gründlicher Prozess, mit einem schnellen Übertünchen ist es nicht getan. Daher überrascht es nicht, dass Personen, die an Projekten zur digitalen Umwandlung arbeiten, extrem gut ausgebildet sein müssen (mehr Details erwünscht? Hier geht es zum Programm „digital transformation master„, um die gesamte Komplexität zu verstehen). Um auf diesem risikoreichen Gebiet Erfolg zu haben, benötigt man einen sehr detaillierten Fahrplan, um sicherzugehen, nicht etwa einen wichtigen Schritt zu übersehen. 

 

 

Erstellung eines Fahrplans zur digitalen Umwandlung: Wo anfangen?

Zunächst einmal sollte man präsent haben, dass digitale Umwandlung nicht nur eine technologische Umwandlung ist. Laut einer Studie der Boston Consulting Group, sind “nur 33% der Organisationen in der Lage, die Herausforderungen des digitalen Umbruchs erfolgreich zu meistern” und zwar, weil sie die nötige Präzision bei der Definition der ersten Phasen ihrer digitalen Strategie missen lassen. Bevor man also loslegt und neue Leute anwirbt oder Abläufe neu strukturiert, sollte man einige Zeit damit verbringen, das große Ganze zu betrachten und einige Fragen beantworten, wie zum Beispiel: 

 

 

  • Wie wirkt sich digitale Technologie auf die Branche aus, auf das Businessökosystem und den Wettbewerbsvorteil? 
  • Welche Hoffnungen und Ziele hat man und welche digitalen Chancen sind am besten vereinbar mit den derzeitigen und erreichbaren Fähigkeiten? 
  • Welche Ergebnisse werden gewünscht? 
  • Wer sind die wichtigsten Konkurrenten?
  • Wie soll das Unternehmen am Ende der Reise aussehen? 
  • Und, vielleicht die wichtigste Frage, warum braucht das Unternehmen eine digitale Umwandlung? 

 

 

Diese scheinen allgemeine Fragen zu sein, sie sind aber keine Zeitverschwendung, im Gegenteil, man verliert wichtige Zeit wenn man sich im Vorfeld nicht mit ihnen auseinandersetzt.

 

 

Eine Strategie zur digitalen Umwandlung definieren

 

Hat man dann eine Vision seiner digitalen Umwandlung, ist es an der Zeit, zu konkreteren Schritten überzugehen. Es muss ermittelt werden, wo genau die digitale Umwandlung Auswirkungen haben soll (man muss die Organisationsfelder benennen) und was genau umgewandelt werden soll (Geschäftseinheiten, Produkte, Abläufe, Ausrüstung, Personal…). Sind klare Zielobjekte ausgemacht, sollten diese priorisiert werden und man sich dabei – wenn möglich – auf jene Ziele mit großer Bedeutung konzentrieren, die dem Unternehmen den größten Wertzuwachs bringen, und diese mit Investitionen verbinden und ein entsprechendes Budget bereitstellen.

 

 

Die Ziele sollten extrem detailliert benannt werden. Es ist z.B. nicht ausreichend,”Prozessautomatisierung” zu sagen, sondern es ist wichtig, den Prozentanteil der Prozesse zu benennen, die automatisiert werden sollen. Dann muss festgelegt werden, wer für den Umwandlungsprozess verantwortlich ist. Die Benennung eines Managers für die digitale Umwandlung kann eine gute Idee sein, es könnte jedoch vielleicht nicht ausreichen, da – vor allem wenn das Unternehmen recht groß ist – ein ganzes Team notwendig sein könnte. 

 

 

Darüber hinaus sollten alle nötigen Unterschritte bestimmt werden sowie die notwendigen Maßnahmen, um diese zu erreichen, die zeitlichen Abläufe der einzelnen Schritte als auch die jeweils damit verbundenen Kosten. Für jeden einzelnen Schritt muss natürlich ein Budget zur Verfügung gestellt werden und es muss entschieden werden, welche Instrumente, Technologien und Geräte benötigt werden, um die Vision zu realisieren. Während des Prozesses muss man möglicherweise auch die Arbeitsweise des Unternehmens reorganisieren und eine neue und flexiblere Arbeitsweise übernehmen. Diese sollte nicht nur vom Team für die digitale Umwandlung angewendet werden, sondern auf lange Sicht zum gesamten Unternehmen gehören.

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