Digitalmarketing für Startups: Wo anfangen

Das vorrangige Ziel eines Startups ist schnelles Wachstum. Normalerweise kann man davon ausgehen, dass etwas schiefläuft, wenn in den ersten Jahren kein schnelles Wachstum stattfindet. Aber, und das gilt besonders im heutigen Markt, in dem neue Unternehmen wie Pilze aus dem Boden schießen, wenn man wachsen will muss man viel Zeit und Energie (und Ressourcen) in die Entwicklung einer soliden Marketingstrategie investieren. Geht man davon aus, dass neue Startups oft im digitalen Sektor beheimatet sind und dass sie – besonders anfangs – über limitierte Ressourcen verfügen, sollte Digitalmarketing die erste Option sein. Ganz sicher ermöglicht Digitalmarketing es, sehr zielgerichtete Kampagnen mit einem begrenzten Budget zu entwickeln, aber dies ist nicht der einzige Grund, warum es so wirkungsvoll sein kann. Wenn man sein volles Potential ausschöpft, kann Digitalmarketing tatsächlich Dinge ermöglichen, die bis vor einigen Jahren undenkbar waren und die den Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern machen. Hier nun einige der Hauptvorteile von digitalen Marketingkampagnen für Startupunternehmen und der Maßnahmen, die man ergreifen sollte, um aus ihnen Kapital zu schlagen.

 

Kundenrecherche und -demografien

Als eines der ersten Dinge sollte ein neues Unternehmen wissen, wer seine Kunden sind und wer seine Kunden sein könnten. Denn dies ist der Kern: Man kann keine Geschäftstätigkeit erfolgreich ausführen wenn man nicht weiß, wer die Kunden sind, was sie tun, was sie mögen und was sie wollen. Wenn man dies begriffen hat, dann kann man verstehen, wie das Unternehmen dazu passt, wie es einen Mehrwert hinzufügen und wie man mit diesen potentiellen Kunden kommunizieren kann.

 

Ziemlich oft möchte man mit mehr als einem Kundensegment in Verbindung treten, vielleicht sogar jedem ein Angebot zuordnen. Oder vielleicht sogar weiter gehen und jedem ein spezielles personalisiertes Angebot machen. Nun, mit einer intelligenten digitalen Marketingkampagne kann man diesem mutigen Ziel schon recht nahe kommen. Und nicht zu vergessen, wie viel dies mit traditionellem Marketing kosten würde!

 

Natürlich sind auch für Digitalmarketing Investitionen erforderlich. Man braucht zum Beispiel eine gute Plattform für Datenmanagement, oder auf maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz beruhende Werkzeuge, die Daten analysieren und Schlussfolgerungen daraus ableiten können. Aber sowohl die Wirksamkeit als auch die Kosten des digitalen Ansatzes gewinnen, wenn man das Kosten-Nutzen-Verhältnis untersucht. Also, wenn man eine digitale Marketingkampagne für Startups ins Leben ruft, sollte man als erstes ein System einführen, das Daten sammelt, speichert und analysiert sowie ein erweitertes Analytiksystem.

 

Kundenbindung

Eines der wichtigsten Ziele eines Unternehmens, egal ob traditionell oder Startup, ist die Kundenbindung und dieses Ziel ist auch mit am schwersten zu erreichen. Trots alledem ist es ist es beim Digitalmarketing in Reichweite, denn alles Digitale fördert Interaktivität und Interaktion. Zunächst muss man eine tiefe Kenntnis seiner Kunden entwickeln (wie im vorherigen Schritt erläutert); herausfinden wer sie sind, ihre Hoffnungen und Ängste und was sie verändern wollen.

 

Man sollte sich dann auch um die Kanäle kümmern, über welche die Kunden zum Unternehmen kommen und – Dank der gesammelten und ausgewerteten Daten – deren Inhalte und Kundenerlebnisse optimieren (und dabei natürlich darauf achten, dass die Kanäle auch für mobile Anwendungen optimiert sind). Die Macht der sozialen Netzwerke, die für Interaktion entwickelt worden sind, muss genutzt werden: Von Webseminaren bis zu Postings in sozialen Netzwerken, von Twitterkampagnen zu Messenger und Chatbots – durch digitale Marketinginstrumente bekommen Kunden das Gefühl, dass sie eine echte direkte Beziehung zum Unternehmen haben. Und wenn eine Beziehung einmal entstanden ist, so muss man sie nur am Leben erhalten. 

 

Verstehen was funktioniert und was nicht 

Mit Digitalmarketing lässt sich auch einfach experimentieren: Man probiert einzelne Maßnahmen aus, wendet sich an ein potentiell interessantes Kundensegment, führt A/B-Tests durch, leitet mit gezielten Keywords Traffic zur eigenen Webseite und analysiert die Ergebnisse. Man setzt einfach die Ziele, von denen man denkt, sie seien erstrebenswert und dann schaut man, ob alles so läuft, wie man sich es vorgestellt hat.

 

Um also eine wirkungsvolle digitale Marketingstrategie für sein Startupunternehmen durchzuführen, sollte man als erstes die Ziele festsetzen, die man erreichen will (Markenbewusstsein und Sichtbarkeit entwickeln? Konversion erhöhen? Mehr Leads generieren? Erhöhung des Umsatzes? Eine gesunde Kundenbeziehung?), dann einen Marketingplan entwickeln und alle Instrumente und Schritte im Detail beschreiben, mit denen man die gesetzten Ziele erreichen will. Ist z.B. SEO für die Webseite optimiert (was, nebenbei bemerkt, absolut der Fall sein sollte)? Dann sollte analysiert werden, ob die ergriffenen Maßnahmen wirklich mehr Traffic generiert haben und wenn nicht, muss man diese ändern. Der wirkliche Vorteil von Digitalmarketing gegenüber traditionellem Marketing ist Einsicht und Durchdringung: Wenn man geschickt genug ist und seine Arbeit gut gemacht hat, kann man fast in Echtzeit nachvollziehen, was passiert. 

 

Zum Schluss: Klare Ziele haben, bei denen man bleibt

Es ist wahr, dass Digitalmarketing ein großer Aktivposten für Startups ist, aber es ist sicherlich keine schnelle Lösung. Wenn zum Beispiel das Ziel ist, die Konversionen zu erhöhen, reicht es nicht, Personen zur Webseite zu locken in der Hoffnung, dass etwas geschehen wird. Man sollte statt dessen beobachten, was die Kunden tun, verstehen, warum sie die Seite vor der Konversion verlassen und (hoffentlich) brillante Strategien entwickeln, um sie zurückzuhalten.

 

Auch hier gilt, wenn das Ziel die Zunahme der Kundeninteraktion ist, dann wird großartiger Content allein nicht ausreichen: Investitionen in personalisierte E-Mails und herausragende Customer Care sind unerlässlich. Digitalmarketing ist ein extrem wirkungsvolles Instrument für Startups, aber sein Potential voll auszuschöpfen ist eine schwierige, zeit- und arbeitsintensive Aufgabe. Um der eigenen Lernkurve Auftrieb zu verleihen, könnte ein Kurs wie der Growth Hacking Master eine ausgezeichnete Wahl sein. Er kann dabei helfen, sich all die transversalen Fähigkeiten anzueignen, die grundlegend für die Entwicklung einer ordentlichen digitalen Marketingstrategie für das eigene Startupunternehmen sind.

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